Er war, lese ich jetzt, der erfolgreichste Instrumentalmusiker der Rockgeschichte. Hätte ich auch ohnehin vermutet. Dum didel, dum didel... Twangy guitar. Peter Gunn und Rebel Rouser. Kennt ja jeder. (Vielleicht die Swift-Generation nicht mehr.) [weiter]
Paul ist tot. Aus einem Grund, der mir nicht ganz klar ist, habe ich von dem Mann neun Bücher gelesen. Und nun noch schnell das zehnte hinterher. (Allerdings eines davon zuerst auf Deutsch und später aus Versehen noch einmal auf Englisch). Denn eigentlich mochte ich ihn zwar, aber auch wiederum nicht besonders. Und zwar weil in seinen Büchern zu viele Zufälle vorkommen. (Kommt mir vor, als hätte ich darüber schon mal was geschrieben.) Ich hatte ihn immer so in der Irving-Liga gesehen. [weiter]
Every profession is a conspiracy against laity, sagt Bernard Shaw. Und tatsächlich, wenn man schon studiert, dann möchte man nachher auch einen kleinen elitären Nimbus beanspruchen dürfen. [weiter]
So oft beklage ich hier den Abgang von Feministinnen nicht. Trina Robbins war eine Aktivistin und Comics-Schreiberin (und Anthologistin - falls es das Wort gibt). Im Comics-Journal, das ich früher begeistert las, ging es in so etwa 15% aller Artikel um sie. Sie hat nach der Undergroundphase sogar mal Wonder-Woman gemacht. [weiter]
Hier und jetzt muss ich gestehen, dass ich zu den hirnlosen Idioten gehörte, die erst auf Higgs aufmerksam wurden, als ein skrupelloser Journalist auf die Idee kam, das von ihm postulierte Teilchen “Gottes-Partikel” zu nennen. [weiter]
Es gibt nicht so viele meiner Lieblingsbücher, die ich auf Empfehlung von Freunden oder Kollegen kennengelernt habe. The Sotweed-Factor (dt. Der Tabakhändler) hat mir damals ein Eisenbahnkollege dringend nahegelegt. Wofür ich ihm bis heute dankbar bin. Ein sensationeller Roman über die Abenteuer des Ebenezer Cook in Maryland. Der Autor: John Barth. [weiter]
Meine Heimatstadt ist ja weltberühmt für das Go-Turnier, das früher ausgerichtet wurde und das Skulpturenmuseum. (Und das Rathaus, und die Hügelhäuser und die Philharmonia Hungarica.) [weiter]
Auf irgendeiner alten Cassette gibt es das bekannte Stück von ihm inklusive Abmoderation eines BFBS DJs, ich glaube, David Hamilton. All by myself. Ein bisschen kitschig, aber so schön. [weiter]
Eines der Probleme, die das Älterwerden mit sich bringt, ist die zunehmende Unsicherheit, ob neue Entwicklungen wirklich, wie es scheint, der allgemeinen Verblödung der Menschheit geschuldet sind oder der eigenen Verknöcherung. [weiter]
Es ist kein Geheimnis, dass ich französische Filme im Allgemeinen nicht so toll finde. Klar, es gibt den Raben und die Kinder des Olymps und Louis de Funès, aber sonst ist mir das im Zweifel zu kunstvoll. Von À bout de souffle habe ich noch nie mehr als 12 Minuten am Stück ertragen. [weiter]
Eine meiner (zugegeben vielen) Lieblingsgruppen sind die Spinners, die wir aber liebevoll lieber Detroit Spinners nannten (weil es, glaube ich, auch irische Spinners gab). [weiter]
Man fristet so sein Dasein als Straßenmusiker in München. Und wird dann von Holger Czukay und Jaki Liebezeit entdeckt und tritt noch am selben Abend mit denen zusammen auf. Damo Suzuki ist für mich der Can-Sänger. [weiter]
Mit 99 von uns gegangen der große Alfred Grosser. Einer der Männer, denen man vertraute in meiner Generation. Deutscher, der zum französischen Intellektuellen wurde. [weiter]
Nichts ist peinlicher für einen Möchtegerncineasten als vom Ableben eines berühmten Regisseurs zu erfahren und dem dann keinen einzigen Film zuweisen zu können. [weiter]