Liedzeit

The File of Thelma Jordan

2026-10-14

1949, Robert Siodmak, The File of Thelma Jordan.

Der stellvertretene Staatsanwalt Cleve Marshall ist unglücklich verheiratet. Warum, ist nicht ganz klar, seine Frau, gespielt von Joan Tetzel ist jedenfallz ganz reizend. Und die kids machen einen netten Eindruck.

Aber er sitzt abends im Büro und betrinkt sich, als Thelma in sein Leben tritt. Die, nämlich Barbara Stanwyck, hat Femme Fatale klar auf der Stirn geschrieben, was ihn natürlich dazu bringt, sich Hals über Kopf zu verlieben. Die erste halbe Stunde ist etwas quälend, was hauptsächlich an den mangelden schaupielerischen Fähigkeiten von Wendell Corey liegt. Einen Betrunkenen zu spielen, der sich in eine andere Frau verliebt, aber ein Hintertreppchen zur eigenen freizuhalten hat, hätte aber vielleicht auch andere überfordert. (Aber Robert Michum wäre perfekt gewesen.)

Plausibilität ist auch hier nicht im Übermaß vorhanden, aber ich mochte das. Thelma bringt nämlich die Erbtante um, und die Szene wie die alte Dame aufwacht, im Halbdunkel, Übles ahnend, ist grandios inszeniert. Und was ist ihr Plan, dem Strick zu entkommen? Den lover als Staatsanwalt zu bekommen. Der schickt einen anonymen Brief an den Staranwalt, den er natürlich empfohlen hatte, und gibt ihm den Rat den Bruder des Staatsanwalts als Hilfe zu nehmen, der Staatsanwalt muss darum die Arbeit unserem kleveren Cleve überlassen. Gerichtsdrama. Das Eröffnungspladoyer ist schon mal brilliant. Da weist er die Jury sehr eindringlich darauf hin, dass der Angeklagten die Todesstrafe droht.

Sie wird aus Mangel an Beweisen frei gesprochen, denn es gab den mysteriösen Mr. X, der seine Spuren hinterlassen hat, Cleve, den die schlaue Thelma aus eben diesem Grunde zu Hilfe gerufen hatte. Sehr, sehr schön.

Es versteht sich von selbst, dass Cleve keine Sekunde wirklich an die Unschuld der Dame glaubt, und die kehrt flugs zum angeblich „estranged“ Gatten zurück. Und so könnte der Film ein schönes Ende haben. Aber leider ließ das ja der Hays-Code nicht zu, mit Verbrechen davon zu kommen. Also erkennt Barbara, dass sie in Wirklichkeit doch Cleve liebt (Robert wäre glaubhaft Wendell definitiv nicht) und begeht mit dem Gatten Doppelselbstmord per Autounfall, wobei sie auf dem Sterbebett dem Staatsanwalt noch ihre Liebe versichern kann. Der klagt sich selbst an, verliert den Job hat aber die vage Hoffnung, eines Tages zur Gattin zurückkehren zu dürfen.

Diesen Film hatte ich vorher noch nie gesehen. Barbara ist ein Fall für sich, eine glänzende Schauspielering, aber so ganz nehme ich ihr die Femme Fatale doch nicht ab, anders als Ava Gardner im nächsten Film.

youTube 8/10 (IMdB: 6,9 - 3.600)949, Robert Siodmak, The File of Thelma Jordan.

Der stellvertretene Staatsanwalt Cleve Marshall ist unglücklich verheiratet. Warum, ist nicht ganz klar, seine Frau, gespielt von Joan Tetzel ist jedenfallz ganz reizend. Und die kids machen einen netten Eindruck.

Aber er sitzt abends im Büro und betrinkt sich, als Thelma in sein Leben tritt. Die, nämlich Barbara Stanwyck, hat Femme Fatale klar auf der Stirn geschrieben, was ihn natürlich dazu bringt, sich Hals über Kopf zu verlieben. Die erste halbe Stunde ist etwas quälend, was hauptsächlich an den mangelden schaupielerischen Fähigkeiten von Wendell Corey liegt. Einen Betrunkenen zu spielen, der sich in eine andere Frau verliebt, aber ein Hintertreppchen zur eigenen freizuhalten hat, hätte aber vielleicht auch andere überfordert. (Aber Robert Michum wäre perfekt gewesen.)

Plausibilität ist auch hier nicht im Übermaß vorhanden, aber ich mochte das. Thelma bringt nämlich die Erbtante um, und die Szene wie die alte Dame aufwacht, im Halbdunkel, Übles ahnend, ist grandios inszeniert. Und was ist ihr Plan, dem Strick zu entkommen? Den lover als Staatsanwalt zu bekommen. Der schickt einen anonymen Brief an den Staranwalt, den er natürlich empfohlen hatte, und gibt ihm den Rat den Bruder des Staatsanwalts als Hilfe zu nehmen, der Staatsanwalt muss darum die Arbeit unserem kleveren Cleve überlassen. Gerichtsdrama. Das Eröffnungspladoyer ist schon mal brilliant. Da weist er die Jury sehr eindringlich darauf hin, dass der Angeklagten die Todesstrafe droht.

Sie wird aus Mangel an Beweisen frei gesprochen, denn es gab den mysteriösen Mr. X, der seine Spuren hinterlassen hat, Cleve, den die schlaue Thelma aus eben diesem Grunde zu Hilfe gerufen hatte. Sehr, sehr schön.

Es versteht sich von selbst, dass Cleve keine Sekunde wirklich an die Unschuld der Dame glaubt, und die kehrt flugs zum angeblich „estranged“ Gatten zurück. Und so könnte der Film ein schönes Ende haben. Aber leider ließ das ja der Hays-Code nicht zu, mit Verbrechen davon zu kommen. Also erkennt Barbara, dass sie in Wirklichkeit doch Cleve liebt (Robert wäre glaubhaft Wendell definitiv nicht) und begeht mit dem Gatten Doppelselbstmord per Autounfall, wobei sie auf dem Sterbebett dem Staatsanwalt noch ihre Liebe versichern kann. Der klagt sich selbst an, verliert den Job hat aber die vage Hoffnung, eines Tages zur Gattin zurückkehren zu dürfen.

Diesen Film hatte ich vorher noch nie gesehen. Barbara ist ein Fall für sich, eine glänzende Schauspielering, aber so ganz nehme ich ihr die Femme Fatale doch nicht ab, anders als Ava Gardner im nächsten Film.

youTube 8/10 (IMdB: 6,9 - 3.600)


Kommentare

Keine Kommentare bisher.

Kommentar hinzufügen



|