2026-10-15
1946, Robert Siodmak, The Killers (Dt. Rächer der Unterwelt(!?)).
Den habe ich in frühen Jahren gesehen und fand ihn nicht so gut. In meiner Erinnerung liegt Burt Lancaster (The Swede) die Hälfte des Films auf seinem Bett und wartet darauf, dass die Killer kommen. Bestimmt hatte ich auch Vorbehalte, weil die Vorlage von Ernest Hemmingway kommt.
In Wirklichkeit wartet er nur ein paar Minuten. Vorher sehen wir die zwei Killer (einer von ihnen William Conrad) noch in einem Diner. Gute Szene. Dann knallen sie ihn ab. Ein Versicherungsagent Edmond O'Brien rekonstruiert nun seine Geschichte. Citizen Kane-artig. Als erstes besucht er die Frau, die er ein paar hundert Dollars hinterlassen hat. Die, ein Zimmermädchen hat ihn nämlich seinerzeit vor dem Sturz aus dem Hotelzimmer bewahrt, zu dem er sich veranlasst sah durch das Abhauen seiner Femme Fatale, Ava Gardner.
Burt Lancaster ist einer der größten Schauspieler, aber man muss leider sagen, dass seine schauspielerischen Fähigkeiten begrenzt waren (besonders gut zu beobachten in The Judgement of Nuremberg.) Hier hat er allerdings nicht viel zu tun. Hauptsächlich beim ersten Anblick von Ava Gardner wie mit dem Hammer gehauen auszusehen. Die hat ihn dazu gebracht, die Beute eines Raubüberfalls von den Kumpels zu klauen, weil sie ihn Glauben gemacht hat, dass die ihn hatten betrügen wollen. Und in Wirklichkeit, und das macht den Film besonders, war das Ganze geplant, um dann mit dem Gangsterboss, ein ruhiges Leben zu führen. Der geht am Schluss im Kugelhagel unter, und sie fleht ihn an, “tell them that Kitty is innocent.“ Tut er nicht.
youTube 8/10 (IMdB: 7,7 - 27k)
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