Das Gedächtnis ist ein seltsames Wesen. Ich habe David Crosby zusammen mit Graham Nash gesehen. Und es war eines der allerbesten Konzerte. Ich sehe beide genau vor meinem geistigen Auge. Höre, wie sie die einzelnen Lieder ansagen, kleine Anekdoten erzählen und dann so wunderschön harmonisch zusammen singen. [weiter]
Gina Lollobrigida. Allein der Name! Ein großer Star natürlich, aber wenn ich darüber nachdenke, was kenne ich eigentlich von ihr? Okay, Esmeralda im Glöckner (gerade vor kurzem erst gelesen), und ohne Frage würde dieser eine Film schon genügen, um in den Pantheon zu klettern. [weiter]
Dieser Tod, muss ich gestehen, geht mir besonders nahe. Und besonders traurig, dass ich erst heute davon erfahre. Das SideWalk Cafe existiert nicht mehr, es wurde bereits vor vier Jahren geschlossen. [weiter]
Letztes Jahr noch sind wir an ihrem Haus vorbeigefahren. Die Rosi Mittermaier, die Gold-Rosi.
Wintersport interessiert mich jetzt nicht so. Eigentlich kenne ich nur sie, und den Herrn Neureuther, aber den eigentlich auch nur, weil er die Rosi heiraten durfte. [weiter]
It is with heavy hearts that we announce the passing of three titans of their respective fields: Pope Benedict XVI, Pelé, and Vivienne Westwood. [weiter]
Anlässlich ihres Ablebens die ihr gewidmetete Desert-Island-Sendung gehört. Eine sympathische Frau. Warum hat sie sich einen Rolls Royce gekauft? Weil sie es konnte. Und da gibt es kein Drumherumgerede, natürlich hätte sie Songbird nicht ohne Drogenkonsum schreiben können.
Kathy’s Clown nimmt sie mit auf die Insel. Sehr schön. [weiter]
Großer Mann, wie schon der Name verrät. Hans Magnus! Und besonders sympathisch, dass er sich auch mit Mathematik und Wissenschaften auskannte, sie zumindest nicht verachtete. Es trifft sich, dass ich vor nicht so langer Zeit einen Band mit Gedichten des Mannes las. Und meine Rezession ging so: [weiter]
Als ich mich seinerzeit zum „EDV-Fachredakteur“ ausbilden ließ, hatten wir auch ein Modul, Journalismus, und darin manchmal Gastdozenten. Und der eindruckvollste Mann von denen war Wolf Schneider. Der liebte die Sprache und hasste die Sprecher, weil die die Sprache verhunzen. Alle, außer ihm. Besonders gern erinnere ich mich daran, wie er sich über den falschen Gebrauch von rasant ärgerte. Als hätte das was mit rasen zu tun. Das alles etwas pedantisch, aber mit so viel Witz, dass man ihn lieben musste. Man lese seine Bücher. [weiter]
Der Mann gehört zu den großen Vätern des Rock 'n' Roll, die zu verehren einem früher eingetrichtert wurde, so wie sagen wir, Carl Perkins und Little Richard. Und die so richtig begeistern doch nicht können. Gut,
Whole Lotta Shakin’ Goin’ On und Great Balls of Fire kann man sich anhören und mit etwas Phantasie und guten Willen ganz okay finden. Und vermutlich hat er grandiose Sachen gemacht, die ich nur nicht kenne. [weiter]
Irgendwann war ein verregneter Sonntagnachmittag immer noch gut für einen alten Karl-May-Film. So viel Nostalgie durfte sein. Leider war das irgendwann auch für einen Sonntagnachmittag nicht mehr gut genug. Da blieb eigentlich nur noch die Musik, denn selbst Sam Hawkens konnte den Film nicht mehr retten. Und beinahe hätte ich gesagt, gerade er nicht. Aber das wäre gemein. Denn er war schon gut. Wobei ich den Unfall auf der A24, drei Tote, er zehn Monate auf Bewährung nicht mehr vergessen konnte. [weiter]
War sie die größte englische Schriftstellerin? Vielleicht, nachdem Sue Townsend sich ja schon verabschiedet hatte. Wieviel das bedeutet, kann ich aber nicht sagen. Nur, dass mich der erste Band ihrer berühmten Thomas Cromwell-Saga nur so mäßig bis gar nicht begeistert hat. [weiter]
Stell dir vor, der berühmteste Mann der Welt stirbt, und niemand nimmt es zur Kenntnis. Und genau das ist passiert. Vielleicht nicht genau das, denn der Mann war nur Philosoph, aber von denen immerhin, würde ich sagen, war er der Bedeutendste. Ich spreche von Saul Kripke. [weiter]
Marías war einer der Glücklichen, der seine Karriere, mindestens hier in Deutschland dem Literarischen Quartett zu verdanken hatte. Und einem Buch, das ich seinerzeit artig las und auch gut fand. Dann ein ganz nettes Fußballbuch. Ein äußerst schwaches: Der Gefühlsmensch. Und dann gab es die Schlachten. Daran habe ich mich versucht, musste aber abbrechen. Insgesamt kann das Urteil nur so mittelgut ausfallen. [weiter]
Nicht nur eines, sonders zwei russische Wörter zum Allgemeingut gemacht zu haben, ist eine schöne Lebenleistung und da kann man ihm den dumme Spruch nachsehen, der jeden nervt, selbst den, der ihn benutzt. Zumal, aber das ist vielleicht ein Schutzbehauptung, er gar von ihm stammt. [weiter]
Ein Lehrer, der sich mit einer Schülerin einlässt. Dafür kann man keinerlei Verständnis aufbringen. Es sei denn... Jedenfalls doch beinahe schon fast, wenn es sich bei der Schülerin um Nastassja Kinski handelt. Und wie cool Herr Finke war. [weiter]
Sang sie besser als Helga? Vielleicht. So richtig cool war sie nicht. Ich kenne niemanden, der zugegeben hätte, sie gut zu finden. Es sei denn, ich zähle mich mit. Wobei sich das eigentlich auf ein Lied beschränkt. I honestly love you. 1974. Natürlich. Grease, war schon Mist, aber noch mehr Xanadu. Olivia Neutron Bomb einerseits, Doris Day für Arme anderseits. [weiter]
Star Trek, das originale, also einzige letztlich, unser Raumschiff Enterprise also, ist bekanntlich dafür verantwortlich, dass eines der erstaunlichsten, kuriosesten Tabus endlich auf den Müllhaufen der Geschichte wanderte, nämlich dem, das uns (bzw. den Englischprachigen) den Horror vor dem gesplitteten Infinitiv gebot. To boldly go... hieß es ja bekanntlich. [weiter]
Mit 103 abzutreten, und zwar genau an seinem Geburtstag, ist schon mal für sich keine schlechte Leistung. Herr Lovelock hat die Idee vertreten, dass unser Planet lebt, so ganz richtig, und darum erhielt er auch einen schönen Namen, nämlich Gaia. Vorher hatte er (mit) das Ozonloch entdeckt. [weiter]
Es gibt bekanntlich nur ein Rudi Völler. Aber was ist das im Vergleich zu Uns Uwe? Und da konnte ich wohl keinen anderen Titel wählen, obwohl ich kurz an Euch Uwe gedacht hatte. Denn schließlich was hat der Mann mit mir zu tun? Als HSV-ler? [weiter]
Die Zeit nannte ihn den prominentesten deutsch schreibenden [er war Österreicher, drum der Schwurbel] SF-Autor. Da will ich nicht widersprechen. Obwohl Dath sich mit “großer Erzähler” begnügt. Und vielleicht auch das nur aus Höflichkeit. Ich weiß von ihm hauptsächlich, dass ich ihn immer mit Frank Herbert verwechselt habe. [weiter]