2026-07-21
Als zugezogener Hamburger kam man nicht umhin, Kevin Keagan wahrzunehmen. Der war schon wieder weg, aber noch immer allgegenwärtig. Ein englischer Fussballspieler lässt sich herab, in den Niederungen der Deutschen Bundesliga zu wirken! Ein kleines Wunder.
Und das ist hier die Gelegenheit zu einer kleinen Bewertung der WM. Der Zorn über das Ausscheiden der deutschen Mannschaft ist verraucht. Ich neige beinahe inzwischen dazu, darin eher Pech als Unfähigkeit zu sehen. Schiedsrichter hat ein Tor nicht anerkannt, und bei den Franzosen hat er (durch VAR veranlasst) einen Elfmeter gegeben. Vielleicht hätte Frankreich gegen Paraguay auch so gewonnen. Vielleicht aber auch nicht. Und dass sie gegen Deutschland gewonnen hätten, ist nicht unbedingt sicher.
Also, was war? Der wunderbare Freistoßverzicht des Ronaldo, für mich der einsame Höhepunkt. Und verschossene Elfer von Messi und Kane. Man erkennt, wo meine Sympathien liegen. Wobei im Falle von Kane, Elfer so lange wiederholt werden, bis er drin ist. Da war es nur gerecht, dass Herr Trump viel effektiver als mit der begnadigten Roten Karte eingriff. Er erwähnte nur beiläufig, dass er mit Kane Golf gespielt habe. Der wusste sich in der Folge nur zu rechtfertigen, indem er das Spiel als surreal bezeichnete. Half aber nicht, er schoß hinfort keine Tore mehr. (Dank hier an die SZ, die auf diesen Kausalzusammenhang hingewiesen hat.)
Immerhin reichte es ohne Kane zu dem glorreichsten Spiel der WM. Um den dritten Platz. 6:4 gegen Frankreich. Das wird in Erinnerung bleiben, das Endspiel eher nicht. Wobei Argentinien auch nur dank der dämlichsten Schwalbe aller Zeiten und zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen ins Finale kam. Aber nebenbei gefragt, warum spielen eigentlich keine Schwarzen für Argentinien? Selbst bei den Japanern, die eigentlich die rassistische Nation der Welt ist, stand einer im Tor. Weil, las ich, von 40 Millionen nur 200000 schwarz sind, und warum das? Vor noch nicht so langer Zeit waren 40% schwarz.
Keine Kommentare bisher.