2026-07-18
Alle paar Jahre muss man sich in Bad Segeberg eine Karl-May-Produktion ansehen. Diesmal wurden wir in das Tal des Todes geführt.
Ein brennender Mensch, ein Schuss, eine Explosion, die Winnetou-Erkennungsmelodie, ein fliegender Adler. Bingo. 20 Minuten nach acht.
Ein ganz besonders böser Mensch, Roulin, gespielt von dem sehr guten Florian Fitz, betreibt eine Quecksilbermine und will einen Krieg zwischen zwei Indianerstämmen anzettlen. Unterstützt wird er von, Isabel Varell, die nicht arm sterben will. Dieser Wunsch geht in Erfüllung, da Florian sie auf der Flucht nicht gebrauchen kann und sie sterben lässt. Der Schurke. Bastian Semm und Alexander Klaws als Old Shatterhand und Winnetou bleiben blass, aber Klaws schlägt sich zumindest wacker. Eine weiße Shamanin Inés Cihal wird nicht nur von Martin von Adlerhorst (Fabian Monasterios) geliebt, sondern darf am Ende sogar Häuptling werden. Heißt das Häuptling? Darauf, sagt, glaube ich, Winnetou, kommt es nicht an. Nicht Worte zählen, sondern Inhalte. So ist es.
Eine sehr flotte Inszenierung, die, wie schon angedeutet, alles enthält, was man haben will. Comedy-Relief gibt es von Sam Hawkens (Dirc Simpson) aber hauptsächlich von Heinrich Schafmeister. Er stellt alles, was es in den Filmen an Chris Howland, Bill Ramsey, Heinz Erhardt und Co. gab, locker in den Schatten.
Freilichtbühne Bad Segeberg
Keine Kommentare bisher.