2026-08-08
Leo Woodall hat in Nürnberg Russell Crowe und Rami Malek ein wenig die Show gestohlen. Und nun kam ein kleiner Film in die Kinos, wo er neben Dustin Hoffman spielen darf.
Die beiden sind Klavierstimmer. Und die ersten zehn Minuten oder so sind grandios. Hauptsächlich redet Dustin. Aber die beiden haben eine so gute Chemie, dass ich beschloss, dass dieser Film nicht mehr schlecht sein können würde. Tatsächlich gibt es dann doch große Schwächen, der Plot ist zu konstruiert und unglaubwürdig. Der junge Nick (Leo) hat das absolute Gehör (so wie Rick Beatos Sohn) und darf das gegenüber der zunächst zickigen Ruthie (Havana Rose Liu) demonstrieren. Aus Gründen, auf die ich hier nicht eingehen will (nämlich eher dämlichen) wird er in der Folge zum Tresorkancker. Aber alle Schauspieler sind toll, die Witwe (leider muss uns Dustin früh verlassen) Tovah Feldshuh, der Schurke Lior Raz und der Maestro Jean Reno. Und lange habe ich nicht eine so schöne Liebesgeschichte gesehen. Er liebt sie und sie auch ihn, aber im Zweifel die Aussicht auf eine Karriere doch etwas mehr. Und nun, er hat Kummer wegen seiner Nebentätigkeit als Tresorknacker, blafft er sie an. Sie würde nie im Leben eine so gute Pianistin wie er ein Pianist war. (Er spielt nicht mehr, aber am Schluss natürlich doch.) So was passiert im richtigen Leben manchmal.
Und darum, trotz der Schwächen, und vor allem wegen Dustin und Leo:
Kino Boizenburg, 8/10
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