2026-04-30
Ryan Gosling saves the World. Etwas gegen seinen Willen, da er fälschlicherweise glaubt, kein Held zu sein. Er wird darum shanghait und ins Koma versetzt und wacht 11 Jahre oder so später auf als einziger Überlebender der Crew in der Nähe von Tau Ceti. Dort soll er nämlich herausfinden, warum diese Sonne nicht von den fiesen Astrophagen vertilgt wird. Zufällig begegnet er da Rocky, mit dem er sich anfreundet, wobei anfreundet vielleicht etwas untertrieben ist. Und mit dessen Hilfe findet er das Gegenmittel, Predators, die wiederum die Astrophagen fressen. Sehr prima. Er selbst befand sich eigentlich auf einer Suicide-Mission, da angeblich die Astrophagen, die als Treibstoff dienten nicht für den Rückflug reichten. Für vier Sonden, John, Paul, George und Ringo aber schon. Aber Rocky hilft und so fliegt er heim, vier Jahre, sagt der Computer, soll er dazu brauchen.
Dann findet er aber heraus, dass Rocky durch den Umstand, dass sein Schiff aus Xeonit bestand, dem Tode geweiht ist. Er ändert also Kurs, um den Kumpel zu retten und überlässt es den Sonden die Erde und Sandra Hüller zu retten.
So weit, so fast gut. Wie die nun herausgefunden haben, dass dieser Stern imun war, bleibt unerklärt. Dass man in 11 Jahren einen 11 Lichtjahre entfernten Planeten erreichen kann, mit annähernder Lichtgeschwinidgkeit auch. Ich habe mir ein paar Videos von Experten angesehen, die das völlig okay fanden, darunter auch Neil deGrasse. Ich glaube, dass das höchst schwachsinnig ist, aber da ich kein Astrophysiker bin, will ich mal kleinlaut bleiben. Außerdem zeigt der Autor, Andrew Weir, in einem Video die Exceltabellen, die er erstellt hat, die die Wissenschaft wasserdicht machen. Wer mit Excel umgehen kann, für den ist die Zeitdilatation natürlich ein Klacks.
Es bleibt aber die beknackte Freundschaft, immer schön untermalt mit Fake Gregorianischen Chorgesängen, von denen irgendjemand mal festgelegt haben muss, dass die zu dieser Art Action gehören. Erwähnte ich, dass der Held Grace heißt, was so schön zu Hail Mary passt? In nullkommanix lernen die beiden ihre gegenseitigen Sprachen und nicht zu vergessen den Humor. Muss ja auch sein.
Dagegen war Arrival ein Muster an Glaubwürdigkeit, was Kommunikation mit Aliens betrifft. Und Frau Hüller? Die hat die beste Szene des ganzen Films als sie ein Lied von Harry Styles singt. Und auch die Beatles dürfen singen, damit man sich kurz von den Gregorianischen Chants erholt.
Die Bilder sind, zugegeben, sehr beeindruckend. Aber noch eins. Die Flaschenpost, die Rocky zuerst sendet, bollert gegen die Hail Mary ohne einen Laut zu erzeugen. Seit wann ist das denn erlaubt in einem SF-Film?
6/10 – Mathäser Filmpalast, München
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