Aus Gründen, die ich nicht verstehe, bietet mir der Amazon-Algorithmus in letzter Zeit manchmal Schachaufgaben an. Es sind immer einfache Stellungen, wo einem ein oder zwei Züge direkt ins Auge fallen. Die sind natürlich falsch. Die Alternativen drei bis sieben auch. Die Lösung ist so abwegig, dass kein Mensch darauf kommen kann. Turm und Turm stehen sich gegenüber. Abtausch führt zum Remis. Lösung ist, sich direkt vor den Turm zu stellen und den kompensationslos schlagen zu lassen. Opfer ebend. (Gruß an die Außenministerin.) [weiter]
Ich glaube, David Lodge war bekannt für Campus-Romane. Irgendwie spielen die alle im akademischen Milieu. Wobei mein Lieblingsroman von ihm von einem Sitcom-Autor handelt. Therapy. [weiter]
Von den (wenigen) deutschen Gewinnern einer Goldmedaille dieses Jahr in Paris, wüsste ich schon keinen mehr mit Namen zu nennen. Die Goldmedaillengewinner von 1972 dagegen kenne ich alle noch. Na gut, stimmt vielleicht nicht wirklich, aber Speerwurf? Klaus Wolfermann! Der war dann sogar Sportler des Jahres. [weiter]
Was tun, um Karin Baal zu ehren? Einen Film mit ihr ansehen. Unter meinen DVDs gibt es die Die Toten Augen von London, aber stattdessen entschied ich mich, richtig Kohle zu investieren und bei Primevideo Der Hund von Blackwood Castle zu kaufen - für €3,98. Den kannte ich nämlich nicht. [weiter]
Ein großer King Crimson Fan war ich nie, was nicht zuletzt daran lag, dass das Cover zu ihrer berühmten Platte so abgrundtief hässlich ist. Vor nicht so langer Zeit kaufte ich es mir dennoch, und so richtig schlecht ist die Musik auch nicht. [weiter]
Komischerweise fiel mir bei der Nachricht vom Ableben des Kris Kristofferson als erstes Heaven’s Gate ein, einer der großen Flops der Filmgeschichte. Obwohl nicht so schlecht. Und dann Convoy und Pat Garrett jagt Billy the Kid. [weiter]
Nicht vielen Schauspielern gelingt es, oder soll man sagen, passiert es, erst mit über 70 zum Star zu werden. Nun, sie hatte vorher schon zwei Oscars gewonnen, und natürlich hatte man sie schon in dem einen oder anderen Film gesehen. Tod auf dem Nil, Zimmer mit Aussicht, Gosford Park. [weiter]
Habe ich schon mal erzählt wie ich von herzensguten Nachbarn einen Radiophonotonschrank („innen Esche, außen blank“) geschenkt bekam? Da war ich fünfzehn. Als Beilage gab es eine Handvoll Singles. Zwei davon waren so grausam, dass ich sie aus meinem Gedächtnis gestrichen habe. Aber die drei anderen: Hawkwind mit Silvermachine (Rückseite: Seven by Seven), Elton John mit Crocodile Rock/Elderberry Wine und Caterina Valente mit Dich werd ich nie vergessen und Frag' Mich Nie, Was Heimweh Ist (Cowboy-Jonny). [weiter]
Es passiert nicht oft, dass ich einen Schauspieler in einer Rolle gut finde und mir dann für ein Leben lang dessen Namen merke. Das war 1982 bei James Earl Jones der Fall, als er den Fiesling in Conan spielte. [weiter]
Jedem Trainer, der nicht Bayern München trainiert und Deutscher Meister wird, gebührt Achtung. Auch Christoph Daum also. Und dass er sich mit Hoeneß angelegt hat auch. [weiter]
Neulich sah ich mal einen richtig guten französischen Film La vérité von Clouzot mit Brigitte Bardot. Es gibt, will ich damit sagen, gute französische Filme. [weiter]
Im Grunde des Herzens wäre man ja doch am allerliebsten Werder-Fan. Schon wegen der Wunder von der Weser. Und Rehhagel, Schaaf, Allofs. Und natürlich Willi Lemke. [weiter]
Dass John Mayall (und Alexis Korner) die Väter des britischen Blues gewesen sind, hat man so oft gehört und gelesen, dass man nicht umhin kann, es zu glauben. [weiter]
Ausstellung William Blakes Universum in der Hamburger Kunsthalle. Warum Universum? Weil man dann auch noch ein paar Bilder aus dem Umfeld zeigen kann. Denn so viel Tolles hat der Mann nicht hinterlassen. Das eine oder andere Bild kennt man und ich vermute, er hatte keinen kleinen Einfluss auf Leute wie Frank Frazetta. Warum ist Blake heute berühmt, sein seinerzeit berühmterer Freund John Flaxman jedoch nicht? [weiter]
Drehbuch für *Chinatown" geschrieben und dafür Oskar erhalten, also muss er einer der Großen sein. Andererseits. Was da sonst so an Werken steht, überzeugt nicht so sehr. Shampoo? [weiter]
Neulich, nachdem ich den Bismarck-Film gesehen hatte, suchte ich in meiner leider schlampig sortierten Bibliothek nach der Biographie von Lothar Gall. Erfolglos. Hatte ich mir seinerzeit, als das Buch erschien, gekauft. Und auch angefangen zu lesen, aber aus irgendeinem Grund abgebrochen. Jetzt im Alter wäre das sicher die richitge Lektüre. Wo kann das Buch geblieben sein? Sowas entsorgt man doch nicht? [weiter]
Wer denkt be Donald Sutherland nicht an Wenn die Gondeln Trauer tragen oder MASH oder Klute. Oder Invasion of the Body Snatchers. Oder vielleicht auch JFK? Ich! [weiter]
Als ich meine schöne Zeit in New York hatte, fiel mir igrendwann The Alienist in die Hände. Ein Krimi der etwas anderen Art. Spielt Ende des 19. Jahrhunderts in NY und ein Alienist (Psychiater) muss Morde aufklären und wird dabei irgendwie von Teddy Roosevelt unterstützt. [weiter]
False Memory Syndrom. Also Spiel des Jahrhunderts. Italien – Deutschland 1970. 4:3 nach Verlängerung. Kennt ja jeder. Aber habe ich das wirklich gesehen? Vielleicht ja, vielleicht nein. Die Synapsen können sich nicht einigen. Und wenn ja, habe ich das „Ausgerechnet Schnellinger” verstanden? [weiter]
B-Movies sind schwierig. Einerseits sind sie oft unprätenziös und päzise. Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein B-Movie so richtig miserabel ist, ungleich höher als bei einem A-Movie. Wenn da 100 Millionen verbraten werden, kann man mit einer zumindest soliden Produktion rechnen. Bei 30.000 kann einfach alles schlecht sein. Story, Setting, Schauspieler. [weiter]
Man freut sich ja immer, wenn jemand den Nobelpreis für Literatur erhält, den man kennt. So damals bei Alice. Oder ist das jetzt False Memory? Ich war auch sicher, was von ihr gelesen zu haben. Finde aber in meiner DB nichts. Mir fällt sogar der Titel ein: The Moons of Jupiter. Sollte ich das abgebrochen haben? Meine Erinnerung sagt mir, dass die Kurzgeschichten gar nicht so schlecht waren. Irgendwas stimmt hier nicht. [weiter]