Liedzeit

Marty Surpreme

2026-03-03

Timothée Chalamet ist ein Tischtennisspieler in den 50ern, Marty Mauser. Er arbeit wie Al als Schuhverkäufer für seinen Onkel. Da er dringend die British Open mitspielen will, braucht er Geld, das er mit vorgehaltenem Revolver von seinem Kollegen stiehlt, andererseits ist es aber auch sein eigenes Geld. Ganz folgen kann ich nicht, und das wird so bleiben.

Leider darf in London ein Japaner spielen und gegen den verliert er. Ein besonders guter Verlierer ist Marty nicht, und hier will der Film etwas anders machen als andere Filme. Marty ist nicht Rocky. Was dadurch symbolisiert wird, das ihm ein pickliges Gesicht angeschminkt wird. Und er treibt es mit seiner alten Freundin Rachel, obwohl die verheiratet ist. Damit man nun nicht denkt, die Liebe treibe ihn dazu, verführt er zur Sicherheit auch noch Gwyneth Paltrow, die eine ehemalige Schauspielberühmtheit ist, aber einen Rockwell geheiratet hat. Lange ziert sie sich nicht.

Dann muss er wieder Kohle auftreiben, durch Hustling und dadurch, dass er jemanden seinen Hund zurückzubringen verspricht, den er nicht hat. Aber das macht eigentlich Rachel. Dann beklaut er Gwyneth und lässt sich nicht symbolisch den Hintern von deren Gatten versohlen. Dem Hundebesitzer fällt er durch die Decke in die Badewanne.

Etwas viel. Und irgendwann dachte ich mir, wenn schon eine Katastrophe nach der anderen, dann doch lieber in der Art der Marx Brothers. Am Ende gewinnt er gegen Endo.

Als Dylan hätte er, Chalamet meine ich, den Oscar verdient gehabt. Hier war er gut, aber nicht gut genug.

Der Film spielt also in den 50er Jahren und das bedeutet erfreulicherweise, dass wir nicht fortwährend dem f-Wort ausgesetzt sind. Dafür ist zwischendurch davon die Rede, dass was in der DNA ist. War mir peinlicherweise nicht aufgefallen. Aber das reicht schon, um bei den Oscars durchzufallen.

8/10 Abaton


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