2026-02-20
Mit der Peer-Group in der Oper. Alle waren enttäuscht, nur ich nicht. Denn ich hatte das Grauen erwartet, und fand es dann etwas weniger schlimm.
Was soll man von den Ausnahmekünstlerinnen (so die Oper) Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth erwarten? Wenn nicht Mist. Der erste Akt war dann allerdings so niederschmetternd dämlich, mit Ausführungen der Damen, beziehungsweise deren Avatare, zur Entropie, dass man sich gern von Gorgonzilla hätte verspeisen lassen.
Danach wurde es zumindest bunter. Und es gab Trump-Klamauk, mit dem man offenkundig das Hamburger Publikum (außer Peer-Group) begeistern kann. Es gab die Avatare gleich doppelt. Die erste Garde konnte nämlich nicht singen, hat das aber durch schauspielerisches Unvermögen zu kompensieren vermocht. Die anderen schon. Und wenn man schon in die Oper geht, will man doch was vorgesungen bekommen. Viele Zitate, hieß es, dürfe man erwarten. Und selbst ich konnte erkennen, dass da was von Weil geklaut worden war.
In der Pause liefen die Zombies durch den Saal. Ein genialer Inszenierungseinfall von Tobias Kratzer.
Staatsoper Hamburg
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