2026-01-23
Ich muss lange überlegen bis mir einfällt, was mich weniger interessiert als Formel 1. Vielleicht Tango. Aber Tango ist wenigstens ein harmloses Vergnügen, während F1 ganz und gar böse ist. Ja, genau, durch Formel 1 wird die Technik für Autos ganz allgemein vorangetrieben. Was ungefähr so plausibel ist wie die Behauptung, die Entwicklung der Concorde hätte die Papierflieger besser gemacht. Was ist verkehrt an Tennis oder Golf fragt ja auch rhetorisch, aber darum nicht weniger gerchtfertigt, Ruben Cervantes (ein großartiger Javier Bardem) seinen "Rookie" Brad.
Normalerweise hätte ich also F1 links liegen lassen, aber nun wird der für den Oscar nominiert, und ist auf Apple nur einen Klick entfenrt. Also gut. Und so schlimm war das dann nicht. Ging sogar ziemlich toll mit Led Zeppelin los. Wir sehen den abgehalfterten Sony Hayes (Pitt) wie er sich auf ein Rennen vorbereitet in Daytona. Das er auch mit fiesen Tricks gewinnt.
Und nun soll er, der beinahe 80 ist, also zurück in die Formel 1. Das ganze mal wieder von schauriger Zimmer-Musik untermalt. Am Ende und nach ein paar Unfällen und natürlich nachdem er die schöne Konstrukteurin rumgekriegt hat, gewinnt er auch noch. Man ist immerhin für jedes Klischee, das vermieden wird, dankbar. Davon gibt es drei oder vier. Aber das heißt noch nicht, dass der Film positiv etwas zu bieten hätte.
7/10 Apple
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