Liedzeit

Nightmare Alley

2022-04-04

Einer der Oscar-Nominierten. Was muss das für eine schlechetes Jahr gewesen sein, wenn jemand den ernsthaft als Anwärter auf den Besten Film sieht.

Nicht, dass der Film ganz und gar schlecht wäre. Aber eben weit weg von richtig gut. Und was man in den Besprechungen so gar nicht las, es handelt sich um eine Neuverfilmung, und zwar um eine ziemlich enge. Das Original kann man sich auf Youtube ansehen. Und es ist etwa 18mal besser.

Worum geht es? Ein etwas zwielichtiger, aber nicht unsympathischer Mann, Stanton Carlisle (Tyrone Power/Bradley Cooper) kommt beim Rummel unter. Er beginnt ein Verhältnis mit Madame Zeena (Joan Blondell/Toni Collette), verliebt sich aber in die kleine Molly (Coleen Green/Rooney Mara) mit der er auch loszieht, um eine echte Karriere als Wahrsager zu machen, nachdem er alle Tricks von Pete (Ian Keith/David Strathairn), dem Partner von Zeena gelernt und ihn dann umgebracht hat. Dann begegnet er der Femme Fatale des Films (Helen Walker/Cate Blanchett). Und das geht nicht gut aus, da er am Ende zum Geek werden muss.

Die Neuverfilmung ist technisch sauber, Cooper auch ganz gut, auch Molly, aber Helen Walker ist soviel besser in der Rolle der Dr. Lilith Ritter als Cate, dass man kaum glauben möchte, dass die beiden den selben Beruf ausüben.

Und die allerwichtigste (und beste) Szene des Films, nämlich die, in der der zum Hobo gewordene Stanton noch einmal seine Tricks vorführt, wird von Herrn del Toro einfach weggelassen. Kaum zu fassen.

6/10 Magazin (Original: 9/10)


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