Liedzeit

The Batman

2022-03-05

Robert Pattinson gefiel mir in Tenet ausgesprochen gut, und irgendwo las ich, dass ihm geraten wurde als Batman nicht zu flüstern. Das hatte mich bei den Vorgängern unendlich genervt. Also, warum dem nicht eine Chance geben.

Leider geht das mit dümmlichen inneren Monologen los. Ich komme nicht aus dem Schatten. Ich bin der Schatten.

Der Bürgermeisterkandidat wird getötet. Vom Riddler. Der hinterlässt schöne Rätsel. Alles wie gehabt. Aber auch nicht so schlecht. Und Jeffrey Wright als James Gordon gefiel mir gut. Tatsächlich ist, wie die FAZ schon vorweg verriet, das beinahe weniger ein Superhelden als ein Schauspielerfilm. Colin Farrel exzellent, John Dano als Riddler besser und John Turturro noch besser. Zoë Kravitz auch nicht schlecht, aber leider nur eine Halle Berry für Arme. Und Alfred eher lasch.

Ein Superheld braucht eigentlich Superschurken, die gibt es hier nicht, also ist ganz Gotham der Schurke. Alle korrupt, außer Gordon. So ähnlich wie in der Serie. Wobei die Serie besser war, schon allein weil da eine echte Geschichte des Pinguins erzählt wurde und es einen echten Konlikt zwischen Falcone und Malone gab. Das konnte man hier nicht entwickeln, ging ja auch nur über Drei Stunden, der Film. Die Gegenkandidatin? Darf einen Satz zu Bruce sagen und sich am Schluss retten lassen. Da wurde wahrscheinlich mindestens eine halbe Stunde rausgekürzt.

Pattinson macht seine Sache gut. Und ich mochte die Großaufnahmen seiner Augen durch die Maske. Wobei die Actionszenen schier unerträglich waren. Suspense of Disbelief and all that. Aber ich kann nicht glauben, dass ein Mann mit einem Panzerkostüm, das mindestens 50kg wiegt (allein der Umhang 10) sich mit anderen herumprügeln kann. Da glaube ich lieber an ein leichtes Kostüm und daran, dass die Deppen immer danebenschießen.

7/10, Burgtheater


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